Kontakt: hengst@mannigfaltig.de

 

Axel Hengst, geb. 1961 in Hannover

Verheiratet, Vater einer Tochter und eines Sohnes.

 

1980 – 1986 Ausbildung Grund- und Hauptschullehramt in Hannover und in Lüchow-Dannenberg

1987 – 1992 Diplompädagogikstudium in Hannover

1990 – 1992 Leitung von Fortbildungen für LehrerInnen im Bereich Spielpädagogik, Jugendseminare bei verschiedenen freien Trägern

1993 – 1995 Leitung des Bereiches „Kinder“ beim Verein für Sport, Kultur und soziale Arbeit (Spokusa) in Hannover

Ab 1995 Hausmann

Seit 1998: Vater-Kind-Veranstaltungen bei verschiedenen Trägern (AWO, Ev. Familienbildungsstätte Hannover)

Zusatzausbildung 2002 – 2003 „Geschlechtsbezogene Pädagogik“, Alte Molkerei Frille

Seit 2002: Bildungsseminare mit Familien an der Europäischen Heimvolkshochschule Bad Bevensen

Seit 2004: Mehrjährige hausinterne Fortbildungsreihe „Lernende Organisation“ an den Hannoverschen Werkstätten (Werkstätten für behinderte Menschen) in Kooperation mit der Universität Hannover

Seit 2005: Fortbildung und Prozessbegleitung in pädagogischen Einrichtungen zum Themenschwerpunkt „Gewaltprävention“

 

Veröffentlichung:         

„Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Wahrnehmung des Hochschulalltags“, in: 10 Jahre Lehr-/Lernprojekt „Der brüchige Habitus“, Margret Bülow-Schramm/Dietlinde Gipser (Hrsg.) – Hochschuldidaktische Arbeitspapiere Nr. 30 / 1997, Interdisziplinäres Zentrum für Hochschuldidaktik (IZHD) der Universität Hamburg)

 

Seit 1998: Mitarbeit bei mannigfaltig

 

Arbeitsschwerpunkte:

           Jungenarbeit

-         Bildungsangebote für Jungen

-         Schulprojekte mit Jungen

-         Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zu jungenspezifischen Themen

-         Fortbildungen zu geschlechtsspezifischen Themen und mit geschlechtsbewussten Sichtweisen

-         Vertreter für mannigfaltig im „Netzwerk Courage des Diakonischen Werkes – Konfliktkulturen gegen Gewalt“, darin Mitinitiierung des Projektes „Starke Schule“, eines einjährigen Fortbildungsangebotes zum Thema „Gewaltprävention“ für Schulen.

 

Väterarbeit

-         Vater-Kind-Seminare

-         Spielgruppen für Väter und Kinder

-         Diskussionsabende für Väter

-         Gründungsmitglied (2003) des Väter-Experten-Netzes Deutschland (VEND)

 

Weitere Themenschwerpunkte

-         Gewaltprävention

-         Kommunikation

-         Prozessbegleitung

-         Projektorientiertes Lernen

 

 

Inhaltlich sind es derzeit vor allem drei inhaltliche Dinge, die meine praktische Arbeit begleiten:

 

-        Geschlechtsbewusste Gewaltprävention an pädagogischen Einrichtungen – den Blick nach innen riskieren
Gewaltpräventive Arbeit an pädagogischen Einrichtungen konfrontiert mich oft mit folgenden Faktoren:

- Für gewaltpräventive Arbeit sind ein geschlechtsbewusster Blick und die Möglichkeit geschlechtshomogener Settings notwendig, da Jungen und Mädchen in ihrer Sozialisation mit strukturell unterschiedlichen Erwartungen und Erfahrungen konfrontiert werden;

- Handelt es sich eher um Prävention oder eher um Intervention? Wie offen oder verdeckt wird Gewalterleben an einer pädagogischen Einrichtungen gehandelt, und wie viel Gewicht sollen die Elemente Prävention und Intervention in der Arbeit haben?

- Will eine pädagogischen Einrichtungen den Blick auf Gewaltstrukturen unter SchülerInnen, unter Jungen und Mädchen schärfen, ist ein Blick auf den eigenen Umgang mit Gewaltstrukturen unerlässlich;

- Der interne Blick auf die Formen der Kommunikation erscheint mir dabei als ein zentraler Blick, der in umfassenden Einrichtungsstrukturen z.T. schwer zu fassen ist, zusätzliche Arbeit bedeutet, die Frage nach gemeinsamen Zielen aufwerfen kann und positiv wirkende Veränderungen mit sich bringen kann. Die Begleitung durch externes Personal leistet dabei hilfreiche Dienste.

- In pädagogischen Einrichtungen wird häufig nach praktischen Mitteln und Methoden zum Umgang mit Gewalt gesucht. Neben der Aneignung neuer Erfahrungen und Herangehensweisen ist der Blick auf die eigenen, manchmal „vergessenen“ eigenen Ressourcen, Fähigkeiten und Fertigkeiten hilfreich und belebend.

 

-         Väterarbeit muss in der Relevanz eines gesellschaftlichen Blickwinkels an Bedeutung gewinnen. Verschiedene, deutlich zu beobachtende Faktoren unterstützen diese Aussage, z.B.:
 

- Der Widerspruch zwischen Arbeitsmarktentwicklung und damit verbundenen Anforderungen an „moderne“ Arbeitsplätze („Flexibilität“) einerseits und gewünschter, ja geforderter Entwicklung sozialer Kompetenzen von Jungen und Männern andererseits;

-          Zunehmend suchen Väter Aufgaben und Verantwortung in ihrer familiären Orientierung. Hier erfahren sie Widerstände verschiedenster Arten, z.B. Beruf, Partnerin, Großelterngeneration (selbstverständlich nicht durchgängig). Darauf reagieren Väter oft frustriert, mit gesundheitlichen Anzeichen von Überforderung, mit Entwicklung von und Rückzug in individuelle Nischen. Will man nicht hinnehmen, dass soziale Ressourcen von Vätern derart zerrieben werden, ist eine Aufwertung und Förderung von Väterarbeit in verschiedensten Bereichen notwendig (Familienbildung, Schule, Kindergärten, Betriebe, Bildung). Der nächste notwendige Schritt im regionalen Einzugsbereich von mannigfaltig, der mir wichtig ist, wäre dazu die Vernetzung von Väterarbeitern und an der Väterarbeit Interessierten im Raum Hannover – Vorbilder gibt es genug (z.B. Hamburg, Berlin, Köln, Neuss, Nordelbien, Schaumburg allein als Beispiele aus der nördlichen Hälfte Deutschlands).

 

-         Kommunikation
begleitet uns in allen Lebensbereichen, ist ein Zentrum unserer sozialen Einbindung und begleitet mich in allen privaten und pädagogischen Bereichen. Wie geht Kommunikation, die
          fragt statt belehrt
          verstehen statt durchsetzen will
          wertschätzt statt erniedrigt
          bitten kann statt fordern
          hilft, Widersprüche auszuhalten und die Verschiedenheit von
               Bedürfnissen sehen kann
          hilft, Abgrenzungen Anderer zu respektieren?
Meine Erfahrungen unterstützen mich in meiner Haltung, dass so eine Kommunikation gelingen kann. Mein Bestreben ist es, diese Aspekte in jeder Sequenz pädagogischer Arbeit im Blick zu haben. Damit kann rechnen, wer mit mir zusammen arbeitet.

 

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