Leitlinien / Haltung

 

Jungen- und Männerarbeit ist notwendig und wichtig, weil …

… immer mehr Jungen und Männer aufgrund der sich auflösenden traditionellen Männerrollen verunsichert sind und nach Orientierung suchen.

… Männer sich der Erziehung und der Beziehung zu den Jungen stellen müssen, um ihnen ein „sozialer Vater“ zu sein.

… zu einer Qualifizierung der Koedukation nicht nur die Mädchenarbeit, sondern auch die gezielte, reflektierte und antisexistische Jungenarbeit gehört.

… durch unsere patriarchale Gesellschaft auch Jungen und Männer durch (enge) Rollenvorgaben leiden.

… die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen aufgegriffen werden müssen (KJHG), um sie qualifiziert in die Begegnung mit ihnen einfließen zu lassen.

 

Wir setzen mit der pädagogischen Arbeit eng an den Lebenswelten von Jungen an, indem wir ihre vielfältigen Bedürfnisse aufgreifen. Wir möchten allen mit Jungen Arbeitenden (vor allem aber den Männern) eine jungengemäße Sicht nahe bringen. So verstehen wir das bewusste eigene Mann-Sein als eine Qualität, die in der jungen- und männerbezogenen Arbeit Konturen gewinnt. Jungen und Männer brauchen neben der qualifizierten und geschlechtsbezogenen Koedukation auch den geschlechtshomogenen Raum, um ihre eigenen Lebensweisen mit all den Verstrickung in Hierarchie und NORMalität zu entdecken und hilfreich zu verändern.

nach oben